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Montag, 13. Oktober 2014

Wochenüberblick

Ist die BoE bereit, Zinsen zu erhöhen?

Sehr wahrscheinlich wird diese Frage in dieser Woche nicht beantwortet, jedoch könnten die bevorstehenden Zahlen und Daten des britischen Arbeitsmarktes sowie der Inflationsdruck die Grundlage dafür legen. In der letzten Zeit wurde das Pfund Sterling als erste bedeutende Währung bezeichnet, die voraussichtlich eine finanzielle Straffung erlebt. Die verbesserten Wachstumsaussichten, die sinkende Arbeitslosigkeit und ein stabiler Wohnungsmarkt ließen die BoE zu Hinweise auf eine künftige Zinserhöhung hinreißen. Außerdem wurde die BoE durch die Gefahr der eventuellen schottischen Unabhängigkeit dazu gezwungen, einen ausgewogeneren Ton anzunehmen. Jetzt, nach einer “Nein”-Wahl bezüglich des schottischen Referendums haben sich die Ängste und Befürchtungen der Investoren beruhigt und mit der Zerstreuung der damit verbundenen Risiken muss die Zentralbank auf die Konjunkturdaten blicken, um ihre Grundsatzentscheidung zu fällen. Zwei wichtige Indikatoren, die britische ILO Arbeitslosenquote und der Verbraucherpreisindex, sind diese Woche fällig. Die Resultate können die Entscheidung der BoE stark beeinflussen. Eine Senkung der Arbeitslosigkeit von 6,2 % auf 6 % wird die Stärke der britischen Wirtschaft unterstreichen; allerdings sind die Daten des Verbraucherpreisindexes und der Verbraucherinflation weitaus wichtiger. Derzeit liegt die Inflation in Großbritannien bei 1,5 %, was eher zum Nachteil für das Pfund Sterling ist. Eine niedrige Inflationsrate kann eine mögliche Zinserhöhung scheitern lassen. Die BoE würde eine Inflation bei oder über 2 % vorziehen, bevor sie die Zinsen erhöht. Folglich wäre ein Heranrücken der Inflation an die 2 % ein Schritt in die richtige Richtung, damit sich das Pfund Sterling erholt bzw. unterstützt wird.

Stabile US-Einzelhandelsumsätze?

 

Als bekannt wurde, dass die Non-Farm-Gehaltsabrechnungen die Erwartungen überstiegen und auf eine verbindliche Stufe von 248.000 heranwuchs (die die US-Arbeitslosenquote auf ein Tief von 5,9 % für mehrere Jahre schickte), war die erste Reaktion der Märkte eine Dollar-Rallye. Dennoch fallen seitdem die Dollar-Gewinne geringer aus, hauptsächlich aufgrund der Befürchtungen der Investoren, dass es in der US-Wirtschaft einige Schwachstellen gibt. Und genau hier kommen die US-Einzelhandelsumsätze ins Spiel; der private Verbrauch beträgt mehr als 60 % des US-Bruttoinlandsproduktes. Somit ist es kein Wunder, dass das Ergebnis der US-Einzelhandelsumsätze als ein hoch brisanter und unbeständiger Fall gilt. Wenn der Einzelhandelsumsatz um 0,8 bis 1 % (Vormonatsvergleich) ansteigt, dann wird ein starker Wert in Betracht gezogen und eine Dollar-Kauf-Orgie könnte entfachen. Ein Anstieg des Umsatzes von weniger als 0,3 % oder sogar ein Fallen könnte die Dollar-Bullen provozieren und dazu bewegen, Positionen zu schließen und Gewinne mitzunehmen.

Trifft die EU-Inflation den Euro?

Nach der letzten, eher zögerlichen Aussage von Mario Draghi bezüglich der Aussichten einer quantitativen Lockerung seitens der EZB wird das Augenmerk der Euro-Investoren auf die EU-Inflation gerichtet sein. Diese wird größtenteils als der Hauptantrieb hinter der EZB-Politik gesehen. Wenn die Inflation noch weiter rutscht und unter 0,3 % (der vorangegangene Wert) fällt, dann werden sich Bedenken ausweiten, dass die Eurozone in einen konjunkturdämpfenden Zustand verfällt. Das wiederum könnte die EZB zu quantitativen Lockerungen bewegen und somit den Euro noch tiefer drücken.

Zur Sache 

Besser als erwartete Daten aus Großbritannien würden das Pfund Sterling unterstützen, während eine niedrigere Inflation der Eurozone den Euro treffen könnte. Über den Großen Teich; wenn die US-Einzelhandelsumsätze stabil sind, dann würde die Fahrt der Dollar-Käufe fortgesetzt werden, während das Pfund Sterling auf dem Rücksitz Platz nimmt. Fallen die Einzelhandelsumsätze jedoch enttäuschend aus, dann könnten die britischen Zahlen die Käufer in Richtung Pfund Sterling drängen. Bezüglich des Euro ist schwer zu erkennen, wie die EU positive Neuigkeiten hervorbringen wird, aber es gibt immer Überraschungen.
Was serviert man uns auf dem Tablett?

Großbritannien Verbraucherpreisindex (Dienstag) – Das Pfund Sterling profitiert, wenn die Inflation näher an die 2 % rückt.

Deutschland ZEW Umfrage (Dienstag) – Die Umfrage liefert einen starken Hinweis in Bezug auf die aktuelle Stimmung der deutschen Wirtschaft.

Großbritannien ILO Arbeitslosenquote (Mittwoch) – Die Nachfrage in Bezug auf das Pfund Sterling könnte angekurbelt werden, wenn die Arbeitslosigkeit unter 6,2 % fällt.

USA Einzelhandelsumsätze (Mittwoch) – Das meist beobachtete Ereignis der Dollar-Trader; wenn der Einzelhandelsumsatz um 0,8 % oder mehr (Vormonatsvergleich) steigt, könnte der Dollar eine steigende Tendenz wieder aufnehmen.

Fed Beige Book (Mittwoch) – Der Bericht der US-Notenbank gibt mehr Aufschluss über die Stärken und Schwächen der US-Wirtschaft.

EU Verbraucherpreisindex (Donnerstag) – Eine Inflation mit einem Wert in der Nähe von 0 % trifft den Euro.

Reuters/Michigan Verbraucherstimmung (Freitag) – Diese wird Aufschluss geben bezüglich der US-Verbraucher, jedoch mit einer geringfügigen Auswirkung im Vergleich zu den Non-Farm-Gehaltsabrechnungen.

Montag, 29. September 2014

Weekly Market Review


Is Draghi about to Pull the Wild Card?
After the Euro hit the $1.27 low, a level not seen since 2013, investors will be watching for Super Mario’s next move. As data in the Eurozone continues to deteriorate, bets are rising that Mario Draghi will finally pull the rabbit of his hat and start a full blown Quantitative Easing program. At the ECB’s October meeting, Draghi has promised that he will shed more light about the extent of liquidly it is about inject.  Investors have high hopes that at this Thursday’s meeting, Draghi will at least hint on the extent that the ECB is willing to go to support the economy with QE in October. If Draghi does signal that the “printing press” will be working at full speed, that is that the ECB will begin printing Euros at a rate of hundreds of billions, pressure on the Euro could mount while indices traded in Euros, such as the DAX , the CAC40 and the STOXX600, could get some relief.


Watch the Buildup
However, while the ECB rate decision will be the wild card for the Euro, the buildup in Euro sentiment will start from the beginning of the week with the release of high profile indicators such as German unemployment and retail sales, Eurozone Inflation and Eurozone GDP. Germany is the largest economy in the region and vastly considered the growth engine of the Eurozone, hence it is critical for Euro sentiment that Germany does well or be, at the very least, OK. This means unemployment must stay at 6.7% and not crawl higher and retail sales must grow (MoM) after a -1.4% contraction in July.  Then comes the Eurozone CPI reading; it is important to remember, the low CPI or inflation reading is what propelled the ECB to embark on an easing policy to begin with, and hence it will be highly watched. If the Eurozone CPI slows further to 0.3% (YoY) that could raise the likelihood of an ECB QE program and could elevate expectations towards Thursday’s decision and speech.


The Non-farm Finale
While most of the week will be dominated by the story of the Euro, and to a lesser extent by the Pound Sterling with UK GDP due, the Non-farms report on Friday might steal the spotlight. With its tendency to jitter markets (in both directions) and its strong impact on Dollar sentiment, the NFP result could dictate how the week will end and, more importantly, the sentiment for the days and weeks after. After rather disappointing housing data and subdued Durable Goods reading, Dollar bulls will seek a healthy rise in Non-farms to prove the US economy is still growing robustly. If figures once again dip below 200K that could turn on a few red alerts for investors and may ignite profit taking in the Dollar and a rebound in Gold and other commodities.


Down to Business
When it comes to the Euro, if data continues to be negative and is followed by a dovish Draghi that could lead to further pressure on the Euro while European indices might at least stabilize. If data is better than expected and Draghi more “vague” that will mainly benefit the Euro until the NFP results are released. When it comes to the Dollar, investors will want their worries over a US slowdown dispelled. Thus if NFP surpasses the 200K mark, the Dollar could maintain its momentum. If not, it will depend on the contracts between the US and the Eurozone. If Draghi is vague while US data disappoints, the Euro might get a relief rally; any other scenario and the EUR/USD might come under pressure whole other pairs trading vs the Dollar will mostly depend on the NFP result.
On the Plate


German Unemployment and Retail Sales (Tuesday) -  If unemployment remains at 6.7% that will be a positive sign, if Retail Sales rise (MoM) after falling in the last reading, that would support the Euro.
UK GDP (Tuesday) – This is the final reading for Q2 GDP. If figures are revised upwards that could benefit Sterling, especially against the Euro, and considering that Scotland will remain within the United Kingdom.
Eurozone CPI (Tuesday) – The most important European data release before the ECB rate decision; if CPI (YoY) slides to 0.3%, that will raise speculation of a dovish Draghi and weaken the Euro.
Eurozone Q2 GDP (Wednesday) – This is the final release of the Eurozone GDP growth figure for Q2. If figures are revised lower from the last reading that could put further pressure on the Euro ahead of Thursday.
ECB Rate Decision (Thursday) – This is the main event for the Euro. If Draghi signals more easing the Euro could face further selling pressure.
Non-farm Payrolls (Friday) – This is the main event for the Dollar. A reading above 200K and the Dollar rally could gain momentum while Gold could be hit.

Dienstag, 23. September 2014

Trading Tipps

Allgemeine Weisheiten

Jeder sollte sich zunächst einmal klarmachen, dass es viele Wege gibt, profitabel an der Börse zu handeln. Wie heißt es so schön: "Viele Wege führen nach Rom!"
Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, dass jeder für sich die Art zu traden findet, die ihm am meisten liegt. Im Aktienhandel z.B. gibt es z.B. extrem viele Strategien: Reboundtrader, Scalper, Trendtrader, Chartfanatiker uvm.

Solange man mit diesen Strategien langfristig erfolgreich ist, spricht nichts dafür, diese zu ändern. Einige grundlegende Dinge sollten jedoch bei allen Strategien beachtet werden, natürlich immer angepasst an die eigene Handlungsweise. Die Tipps/Erfahrungen die ich hier aufzeige beziehen sich demnach vor allem auf meinen Tradingstil, dem Trendtrading und dem Handeln von extremen Übertreibungen. Aber auch Trader mit anderen Strategien finden evtl. ein paar Dinge die nützlich sein könnten :-)  



Handelt den Trend

Einen elementaren Fehler, den vor allem Anfänger machen, aber auch noch viele fortgeschrittene Trader ist, gegen den Trend zu handeln.

Ich lese sehr oft: "Der Dax steht zu hoch" oder "Aktie XY" müsste rebounden. Aber diese Denkweise ist ein Trugschluss!! Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Trend weiterläuft ist deutlich höher als das der Trend bricht.

Insbesondere Anfänger gehen daher bei starken Märkten short, und bei schwächelenden Märkten long. Solange es aber hier keine sogenannten "Panikmoves" mit extremen Volatilitätsspitzen in die jeweilige Richtung gibt, würde ich davon abraten.



Reboundtrading

Reboundtrading ist eine häufig genutzte Strategie, insbesondere von Anfängern! Häufige Sätze die in dem Zusammenhang kommen sind:

"Der Wert ist ja heute schon stark gefallen, ein Rebound ist möglich"
"Der Wert fällt jetzt schon seit drei Tagen,  er sollte langsam drehen"


Timing ist  bei dieser Strategie ist alles. Leider ist es so, dass vor allem Anfänger, die noch nicht soviele Erfahrungen mit den Börsen gemacht haben, oft ins fallende Messer greifen. Man sollte hier definitiv aufpassen, sich nicht zu verzocken.

Es kommt dabei natürlich auch darauf an, bei was für einem Wert man auf einen Rebound setzt:
  • Daxwert
  • illequider Nebenwert
  • in Foren und von Börsenbriefen angepriesener Hotstock

Ich wage mal die Aussage: Daxwerte fallen nicht auf 0, zumindest nicht an einem Tag :-)

Bei Hotstocks sieht die Sache ganz anders aus. Ein  Beispiel ist 5AP Asiapac Capital 

Der Wert ist von 1€ auf unter 1Cent gefallen - ohne nennenswerten Rebound. In diveseren Boards wurde fleissig nach unten nachgekauft. Das kann dann sehr schnell ein Fass ohne Boden werden. Insbesondere Trader, nicht noch kein großes Depot haben, würde ich von sowas auf jeden Fall abraten. Ich persönlich mache das bis heute nicht. Es gibt natürlich einige Trader, die mit dieser Strategie profitabel sind, aber gerade am Anfang sollte die Devise gelten:

"Schütze dein Kapital"
D.h. lieber ausstoppen lassen und einen neuen Einstieg suchen als die "Verbilligungstaktik" wählen


Sentimentanalyse

Insbesondere bei Nebenwerte schaue ich auch immer auf die Gesamtstimmung in den einschlägigen Börsenforen. Dies ist wichtig um ein Gefühl dafür zu bekommen ob die Masse investiert ist oder nicht bzw. short ist. Ein recht aktuelles, wirklich beeindruckendes Beispiel war die Kursbewegung bei Washington Mutual. 
 
Man beachte die Bewegung und das Volumen im März!!! Ich wurde auf die Aktie aufmerksam im Bereich 0,35 Cent. Es herrschte starker Kaufdruck obwohl sich die Aktie in sehr kurzer Zeit schon verdoppelt hatte. Deshalb hatte ich eine erste Shortposition aufgebaut (Stichwort: Übertreibungen handeln) Das verrückte war, dass die Aktie die darauffolgenden Tage mit großen Up-Gaps in den Handel startete - und damit alle Shorter in starke Bedrängnis brachte. Der Hochpunkt der Übertreibung war dann bei 60 Cent. In diesem Bereich war ich kurz davor, die Nerven zu verlieren und die Position mit sehr großem Verlust glattzustellen.  Denn es zeigte sich der große Nachteil dieser Strategie: Wo ist der Höhepunkt der Übertreibung?

Bei wallstreet-online war zu diesem Zeitpunkt jeder long, ein Freund sagte mir, seine Kumpels vom Hamburger Hafen sind jetzt auch eingestiegen mit Kursziel 6$. Es wurde nicht mehr darüber spekuliert, ob 6$ erreicht werden, sondernd nur noch darüber, wann das passiert! Die Umsätze an der Börse Frankfurt waren zu dem Zeitpunkt wirklich atemberaubend, teilweise sogar höher als in den USA, dem eigentlichen Heimatmarkt.
Bei dem ganzen kann einem als Shortie Angst und Bange werden, es gehen einem die verrücktesten Dinge durch den Kopf. Aber wenn man genau in diesem Moment die Nerven behält und klar nachdenkt kommt man zum Entschluss, das hier etwas nicht stimmen kann!

Jeder ist long, 4000 Postings am Tag bei Wallstreet-Online und die wildestens Diskussionen! Und natürlich: Das ganze ist natürlich, wie soll es anders sein an der Börse, sehr sicher :-)
Ist diesmal wirklich alles anders und die Masse hat recht?

Es kam dann doch wie es kommen musste: Heftiger Abgabedruck in den USA aufgrund eines Gerichtsurteils in den USA, dass eben doch keine unendlichen Milliarden an die Aktionäre fließen. Dies führte dann zu einer riesigen Stopwelle in Frankfurt.


Diversifizierung bei der Aktienauswahl

Ein weiterer Fehler der gerne gemacht wird, ist sich im Intradayhandel auf eine Branche bzw. einen Index zu beschränken: Dies führt sehr häufig nur zu einer Sache: Frust!!

Man kennt das Szenario: Der DAX läuft nach oben, aber die eigenen Werte im Depot bewegen sich keinen Millimeter. Ein kurzer Rücksetzer im Dax dagegen sorgt für heftige Downmoves. Häufiger Grund für dieses Szenario ist die Beschränkung auf einen bestimmten Sektor bei der Aktienauswahl. Im Jahr 2010 war es z.B. so, dass vor allem zyklische Werte wie BASF und der Automobilsektor den Dax nach oben gezogen haben. Wer hier zu stark auf die Bankenbranche, die Versorger oder die früher so gut laufenden Solarwerte gesetzt hat, hat vom Daxanstieg nicht profitieren können.  Wer von einem steigenden Markt ausgeht, sollte sich bei seinem Trading also nicht nur auf eine Branche setzen, sondern divesifiziert in verschiendenen Branchen einsteigen um das Klumpenrisiko zu verringern.


Kontrolliere deine Emotionen


Emotionen gehören an der Börse bei den meisten Tradern einfach dazu! Sie sind meiner Meinung nach auch wichtig und gut. Sie sollten dabei aber stehts in geordneten Bahnen verlaufen. Ein kurzes "Luft ablassen" nach einen schlechten Trade macht den Kopf frei für neue Entscheidungen und ist allemal besser als den Frust über längere Zeit aufzustauen.

Montag, 22. September 2014

Die 10 wichtigsten Regeln des technischen Tradings von John J. Murphy

Da gerade Korrektur an den Märkten herrscht, kann man ja mal wieder ein paar Regeln raushauen. John Murphy ist so mit der bekannteste Vertreter, der sich mit technischer Analyse beschäftigt und es dadurch zu weltweiter Bekanntheit gebracht hat. Sein Buch Technische Analyse der Finanzmärkte ist neben dem Buch von Schwager Technische Analyse. Schwager on Futures, sozusagen eine Bibel der charttechnischen Analyse. Wer mit dem Trading beginnt und sich für Charts interessiert, sollte eines der beiden Bücher immer in greifbarer Nähe auf dem Tisch liegen haben. Beides sind Börsenbücher die man nicht zum Einschlafen oder auf dem Lokus liest, sondern mit ihnen arbeitet. Und wie es so ist, hat jeder Guru gleich auch noch ein paar Regeln am Start. Alles sinnvoll und interessant. Sich dran halten ist dann wieder die andere Sache. Dazu dann bitte in der Kategorie "Psychologie" nachschlagen.



Die 10 wichtigsten Regeln des technischen Tradings
von John J. Murphy

1. Verschaffen Sie sich eine Übersicht über die Trends

Arbeiten Sie anfangs mit langfristigen Charts. Beginnen Sie Ihre Analyse mit Monats- bzw. Wochencharts, um sich einen Überblick über mehrere Jahre zu verschaffen. Diese langfristige Betrachtung dient Ihnen als Landkarte und erlaubt Ihnen besser an den Märkten zu navigieren. Außerdem bekommen Sie eine verbesserte Langfrist-Perspektive. Sobald Sie sich mit den langfristigen Charts angefreundet haben, können Sie sich in den nächsten Schritt den Tages- bzw. Intraday-Charts widmen. Wenn man nur die kurzfristige Komponente isoliert betrachtet, kann dies oft zu falschen Aufassungen führen. Selbst wenn Sie nur sehr kurzfristig traden, werden Sie größere Erfolge haben, wenn Sie in die Richtung des mittel- bzw. langfristigen Trends handeln.

2. Finde den Trend und folge ihm

Bestimmen Sie einen Trend, und folgen Sie ihm dann. Trends können in verschiedenen Größen auftreten. Es gibt langfristige, sowie mittel- und kurzfristige Trends. Zuerst müssen Sie sich darüber klar werden, welchen Trend Sie handeln wollen. Dann suchen Sie den entsprechenden Chart. Gehen Sie sicher, dass Sie stets in die übergeordnete Trendrichtung handeln. Kaufen Sie bei Tiefs, wenn der Trend nach oben zeigt und verkaufen Sie Rallyes, wenn ein Abwärtstrend vorliegt. Wenn Sie den mittelfristigen Trend traden wollen, dann konzentrieren Sie sich auf Tages- und Wochencharts. Wenn Sie ein Daytrader sind, dann verwenden Sie Tages- sowie Intradaycharts. Egal welcher Fall nun vorliegt, verwenden Sie immer die höhere Zeitebene um den Trend zu bestimmen. Verwenden Sie dann den kurzfristigen Trend zum Timen des Einstiegs.

3. Finden Sie die Hochs und Tiefs

Begeben Sie sich auf die Suche nach Unterstützung und Widerstand. Der optimale Einstieg um eine Position zu eröffnen, ist in der Nähe einer Unterstützung. Eine solche Unterstützung findet man meistens in der Nähe eines vorangegangenen Tiefs. Der beste Zeitpunkt um ein Underlying zu verkaufen, liegt in der Nähe von Widerständen. Einen Widerstand findet man in der Regel auf dem Niveau eines vorangegangenen Hochs. Wenn ein Widerstand jedoch gebrochen wird, verwandelt er sich des Öfteren in eine Unterstützung, wenn es in weiterer Folge zu Pullbacks kommt. Man kann auch sagen, dass die alten „Hochs“ zu neuen „Tiefs“ werden. Genauso verhält es sich natürlich auch mit Widerständen. Wenn ein Widerstand erst einmal gebrochen wurde, kommt es meistens zu einer Verkaufswelle. Das alte „Tief“ wird somit zum neuen „Hoch“.

4. Werden Sie sich klar darüber, wie weit Sie den Chart zurückverfolgen müssen

Messen Sie wie stark gewisse Retracements prozentuell ausgefallen sind. Marktkorrekturen vollziehen für gewöhnlich einen beachtlichen Prozentsatz des vorhergehenden Trends in die Gegenrichtung nach. Hierbei ist es egal ob es sich um einen Aufwärts- oder Abwärtstrend gehandelt hat. Man kann die Retracements in existierenden Trends ganz einfach prozentuell abmessen. Ein 50% Retracement eines vorangegangenen Trends ist das am häuifgsten auftretende Retracement. Das Mindestausmaß eines Retracements beträgt für gewöhnlich ein Drittel des vorherigen Trends. Das Maximum-Retracement liegt für gewöhnlich bei zwei Dritteln. Fibonacci Retracements bei 38% und 62% sind es ebenfalls wert beobachtet zu werden. Während eines Pullbacks in einem Aufwärtstrend, ist es deshalb ratsam irgendwo zwischen 33% und 38% seine Kauforder zu platzieren.

5. Ziehen Sie eine Linie

Arbeiten Sie mit Trendlinien. Trendlinien sind simple aber auch sehr effektive Werkzeuge bei der Charttechnik. Alles was Sie brauchen sind zwei Punkte auf dem Chart. Aufwärtstrendlinien werden entlang höherer Tiefs gezogen. Abwärtstrendlinien entlang mindestens zwei tieferer Hochs. Kurse können oftmals ein Pullback auf eine Trendlinie nachvollziehen, bevor sie den Trend weiter fortsetzen. Der Bruch von Trendlinien repräsentiert für gewöhnlich einen Trendwechsel. Eine aussagekräftige Trendlinie sollte zumindest dreimal berührt worden sein. Je länger eine Trendlinie unverletzt bleibt und je öfter sie getestet wird, desto aussagekräftiger ist sie.

6. Achten Sie auf die Durchschnitte

Werfen Sie einen Blick auf gleitende Durchschnitte. Gleitende Durchschnitte generieren objektive Kauf- und Verkaufsignale. Sie informieren darüber, ob ein existierender Trend tatsächlich noch in Bewegung ist und helfen Trendwechsel zu bestätigen. Dennoch können gleitende Durchschnitte nicht darüber Auskunft geben, ob ein Trendwechsel bevorsteht. Die Kombination zweier gleitender Durchschnitte ist die populärste Art Handelssignale ausfindig zu machen. Gängige Kombinationen sind beispielsweise am Futuresmarkt 4 und 9 Tage Durchschnitte, sowie die Kombination aus 9 und 18 Tagen oder 5 und 20 Tagen. Ein Signal wird immer dann generiert, wenn der Durchschnitt der kürzeren Zeitperiode, jenen der längeren kreuzt. Wenn der tatsächliche Kurs den 40 Tage gleitenden Durchschnitt kreuzt führt dies ebenfalls zu guten Handelssignalen. Da es sich bei gleitenden Durchschnitten um trendfolgende Indikatoren handelt, funktionieren sie am besten in Märkten die Trends ausbilden.

7. Informieren Sie sich über Trendumkehrungen

Beobachten Sie Oszillatoren. Oszillatoren helfen dabei überkaufte und überverkaufte Märkte zu identifizieren. Während uns gleitende Durchschnitte noch bestätigt haben, ob es zu einem Trendwechsel gekommen ist, warnen uns Oszillatoren oft im Vorhinein vor Trendumkehren, wenn der Kurs bereits zu weit gestiegen oder gefallen ist. Zwei der bekanntesten Oszillatoren sind der Relative Stärke Index (RSI) und die Stochastik. Beide haben eine Skala von 0 bis 100. Beim RSI stellen Werte über 70 überkaufte Situationen dar, während Werte unter 30 überverkaufte Situationen repräsentieren. Die überkauft und überverkauft Werte bei der Stochastik liegen wiederum bei 80 und 20. Die meisten Trader benutzen 14 Tage bzw. Wochen für die Stochastik und entweder 9 oder 14 Tage oder Wochen für den RSI. Divergenzen bei Oszillatoren deuten oftmals auf Marktumkehren hin. Oszillatoren funktionieren in Seitwärtsphase am besten. Wochensignale können als Filter für Tagessignale dienen. Tagessignale hingegen können als Filter für Intradaysignale herhalten.

8. Erkennen Sie die Warnsignale

Handeln Sie den MACD. Der Moving Average Convergence Divergence(MACD)-Indikator (entwickelt von Gerald Appel) kombiniert einen gleitenden Durchschnitt mit den Überkauft/Überverkauft Elementen eines Oszillators. Ein Kaufsignal wird immer dann generiert, wenn die schnellere Linie über die langsamere kreuzt und sich beide Linien unter Null befinden. Ein Verkaufssignal wird dann generiert, wenn die schnell Linie die langsame Linie nach unten kreuzt und sich beide Linien über dem Nullwert befinden. Wochensignale haben hierbei gegen über Tagessignalen Vorrang. Ein MACD Histogramm veranschaulicht die Differenz zwischen den beiden Linien und gibt noch schnellere Warnsignale vor Trendwechseln. Es wird deswegen Histogramm genannt, weil vertikale Linien verwendet werden, um die Differenz zwischen den beiden Linien auf dem Chart zu veranschaulichen.

9. Trend oder kein Trend

Verwenden Sie den ADX. Die Average Direcitonal Movement Index(ADX)-Linie gibt darüber Auskunft, ob sich der Chart gerade in einem Trend befindet oder in einer Seitwärtsphase. Er misst das Ausmaß des Trends bzw. die Richtung, in die der Trend läuft. Ein steigender ADX zeigt einen starken Trend an. Ein fallender ADX repräsentiert eine Seitwärtsphase bzw. eine trendlose Phase. Ein steigender ADX bevorzugt gleitende Durchschnitte; ein fallender ADX hilft Oszillatoren. Wenn man nun also die Ausrichtung der ADX Linie erkennt, kann man wählen, welcher Trading Stil gerade bevorzugt verwendet werden sollte, bzw. welches Set an Indikatoren gerade am besten zu verwenden wäre.

10. Machen Sie sich über die Bestätigungen schlau

Vergessen Sie nicht das Volumen und das Open Interest. Volumen und Open Interest sind wichtige Bestätigungsindikatoren im Futureshandel. Volumen kommt immer vor dem Preis. Es ist wichtig sich darüber zu vergewissern, dass das Volumen im vorherrschenden Trend steigt. In einem Aufwärtstrend sollte es zu erhöhtem Volumen kommen, wenn der Handelstag ein positiver war. Erhöhtes Open Interest bestätigt wiederum, dass frisches Geld den momentanen Trend vorantreibt. Fallendes Open Interest hingegen ist oft ein Warnsignal, dass der Trend seinem Ende entgegen steuert. Ein solider Aufwärtstrend sollte immer mit steigenden Volumen und Open Interest einhergehen.

Technische Analyse ist ein Gebiet über dass man durch Erfahrung und Lernen immer mehr Ahnung bekommt. Seinen Sie also Schüler und hören Sie nicht auf zu lernen.

Bitcoin

Prices recently fell through the lower bound of the medium term trend line (point A) and while an attempt to establish a convincing rebound above this line is possible, it remains unlikely (point C). The more conceivable trend remains downward in coming weeks while we approach the lower bund of the long term trend line (point B). Spattered resistance is likely on our journey to the depths (point D) with target prices existing between $208.00 & $289.00USD following the concrete short and medium term downtrends.

On the lighter side of things a quick rehash into fundamentals of the underlying technology should give those 'in the know' a reason to cautiously smile. Whales and trend traders (myself included) will likely see immense value on the lower bound of the long term trend line and this may be the long awaited signal point to re-enter a fresh long position targeting new highs at the upper bounds of the medium term up trend. Until that day.... cash is king.

GBP/CHF

Seeing a high test close on Friday below 1.5400 combined with bearish divergence on Stochastic sounds like preparation for price to possibly fall into perhaps a previous support level at ~1.5100. This set up gives a rough 1:1 reward:risk profile if the stop is placed above Friday's high test bar.

GOLD

Gold looks like it could trade down to 1180 where if gold dips into 1180 and finds support at the pink and red trendlines, could trap sellers at lows causing a short squeeze in a counter trend rally back up to resistance. But if gold breaks all current possible support on a weekly close with strong momo, the measured move of its current consolidation period is close to the 61.8% fib from 2001 lows to 2011 highs. Notes on chart.

Ein großer Druck bis Freitag


Nach den Turbulenzen in der vergangenen Woche durch das schottische Unabhängigkeitsreferendum auf der einen und der US-Notenbankentscheidung auf der anderen Seite steht diese Woche unter völlig anderen Zeichen. Dies wird für diejenigen wichtig sein, die auf der Suche nach einer angemessenen Strategie sind. Man erwartet für diese Woche, dass sich ein großer Druck bis Freitag, wenn die Veröffentlichung des US-Bruttoinlandproduktes sowie der Verbraucherstimmung stattfindet, aufbauen wird. Bis dahin werden Zahlen und Daten veröffentlicht, die Aufschluss darüber geben, wie gut es dem weltweit größten Wirtschaftssystem geht. Dementsprechend wird jedes, in Dollar angegebene Kapital und Investment, angefangen bei der Wall Street, US-Indizes, FX-Paaren bis hin zu Rohstoffen, beeinflusst werden. Falls sich durch die Daten aus den USA ein optimistisches Wachstumsbild abzeichnet, d.h. ein zuversichtlicher Verbraucher, ein stabiler Immobilienmarkt usw. würde das Folgendes bedeuten: Die Wall Street könnte voller Zuversicht den S&P 500, den Dow Jones, den NASDAQ und den Dollar höher schieben und vielleicht sogar mehr Gold verkaufen (was dazu neigt, von einem schwachen Dollar zu profitieren). Sollte sich durch die Datenveröffentlichungen während der Woche eher ein zerbrechliches schwaches Bild abzeichnen, könnte der Dollar an Höhe verlieren, US-Aktien niedriger verzeichnet werden und der Wert des Goldes stark ansteigen. Um welche Daten und wirtschaftlichen Ereignisse handelt es sich hierbei jedoch?

Es beginnt mit dem Wohnungsmarkt und den Immobilien

Wenn man sich erinnert, dass der US-Immobilienmarkt die gesamte Wirtschaftskrise entfachte, dann versteht man die hohe Bedeutung und Wichtigkeit dieser Daten. Der US-Immobilienmarkt, einer der wichtigsten Bereiche der US-Wirtschaft und noch viel wichtiger, das Schlüsselbarometer für die wirtschaftliche Stimmung, ist bereit, drei große Datensätze zu veröffentlichen. Beim Ersten, dem vielleicht bedeutendsten, handelt es sich um die Verkäufe bestehender Immobilien. Diese Daten sind wichtig, denn wenn die Verkäufe vorhandener Immobilien steil ansteigen, dann entsteht die Nachfrage nach dem Bau neuer Immobilien. Dadurch würden sich die Räder der Wirtschaft schneller drehen. Die im Juli veröffentlichte Zahl der Verkäufe bestehender Immobilien stieg auf 2,4 % (Vormonatsvergleich) an, ähnlich wie im Juni. Folglich streben Investoren eine Beschleunigung bzw. einen Anstieg an. Ein Wert, der über 2,8 % liegt, würde Investoren glücklich machen und den Optimismus bezüglich des US-Immobilienmarktes erhöhen. Bei den nächsten Daten handelt es sich um die Verkäufe neuer Immobilien in den USA, die im Juli auf einen Wert von -2,4 % (Vormonatsvergleich) fielen. Für den August möchten Investoren ein Verkaufswachstum sehen, damit sie das Gefühl bekommen, dass der Markt auf einem besseren Fundament steht. Und schließlich kommen die Immobilienpreise. Ein Aufschwung der Immobilienpreise, der im Grunde genommen ein Nebeneffekt der beiden anderen ist, ist ein Muss für die Erholung des Immobilienmarktes. Es wäre positiv, wenn die Preise um mehr als 1 % steigen. Ein Anstieg von mehr als 2 % (was schneller als die Inflation ist) würde auf eine wirkliche Erholung des Immobilienmarktes hinweisen.
Gebrauchsgüter, Verbraucherstimmung und Bruttoinlandsprodukt
Gebrauchsgüter, dessen Index Grundbestandteile wie z.B. Automobilkäufe, Baumaterialien wie Steine, Mobiltelefone usw. beinhaltet, sind ein guter vertrauensvoller Indikator. Ein Wachstum von 3 bis 4 % wäre positiv. Der Reuters-Michigan-Index wird die Verbraucherstimmung widerspiegeln mehr als die lang erwartete abschließende Veröffentlichung des US-Bruttoinlandsproduktes für das 2. Quartal. Wenn sich das Bruttoinlandsprodukt wieder verbessert und höher als 4,2 % liegt, dann wird die optimistische Stimmung in den USA weiter angetrieben. Sollten andere Daten und Zahlen ebenfalls überzeugend gut ausfallen, dann wird die Woche positiv für die USA abschließen und die Märkte werden dementsprechend handeln.


Zur Sache
Hauptsächlich werden die Datensätze zwei Elemente reflektieren, das US-Wachstum im 2. Quartal (wiedergegeben durch den Wert des Bruttoinlandsproduktes) und die Entwicklung im 3. Quartal (wiedergegeben durch alle anderen Zahlen, die die 3. Quartalsergebnisse beinhalten). Wenn Investoren die Schlussfolgerung ziehen, dass sich die US-Wirtschaft weiterhin mit Vollgas erholt, dann könnte das einen höheren Dollar gegenüber seinen Kollegen, höhere Wall-Street-Indizes und einen niedrigeren Goldwert bedeuten. Alles andere sowie alle Kapitalinvestments, die von einer positiven US-Stimmung profitieren, könnten Gewinnmitnahmen ausgesetzt sein.
Was serviert man uns auf dem Tablett?


Verkäufe bestehender Immobilien (Montag) – Ein Wert über 2,8 % wird positiv stimmen.
USA Immobilienpreisindex (Dienstag) – Ein Preisanstieg über 1 % würde sich positiv auf die Wall Street und den Dollar auswirken.
Deutschland IFO Geschäftsklima (Mittwoch) – Wenn sich der Wert der 110 nähert, dann wäre das für europäische Indizes, besonders für den DAX, von Vorteil.
USA Verkäufe neuer Immobilien (Mittwoch) – Alles über 0 – 1 %  könnte positiv sein.
USA Gebrauchsgüter-Bestellungen (Donnerstag) – Ein Wachstum zwischen 3 – 4 % wäre von Vorteil und würde positiv stimmen.
USA Bruttoinlandsprodukt annualisiert (Freitag) – Wenn sich der Wert der letzten Veröffentlichung auf über 4,2 % verbessert, dann wird sich das sehr positiv auf den Dollar und die Wall Street auswirken, hingegen das Gold negativ beeinflusst wird.
Reuters/Michigan Verbraucherstimmung (Freitag) – Wenn der Index näher an die 90 rückt, dann wäre dies von Vorteil und würde die positive Aussicht für die US-Wirtschaft verstärken, vorausgesetzt alle weiteren Daten sind ebenfalls positiv.