Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten. ( J. D. Rockefeller,)
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Montag, 13. Oktober 2014
Fed-Gouverneur Evans für späte Zinswende
US-Notenbank-Gouverneur Charles Evans will die US-Leitzinsen noch sehr lange bei Null halten. Die US-Notenbank sollte die Zinsen zumindest bis ins erste Quartal 2016 hinein nicht erhöhen, sagte der Chef der Notenbankfiliale in Chicago. Dabei seien die Nullzinsen sogar noch länger vorstellbar: Die US-Notenbank könnte die Zinsen bei Null belassen, bis die Inflation auf zwei Prozent steige. Mit einem entsprechenden Anstieg rechnet Evans aber frühestens im Jahr 2017.
Besorgniserregend seien die geringe Auslastung am Arbeitsmarkt mit der niedrigen Partizipationsrate und den geringen Lohnzuwächsen. Auch der Immobilienmarkt entwickle sich nicht so gut wie erwünscht. Evans sprach sich zudem für Investitionen in die Infrastruktur aus, und zwar sowohl in den USA als auch global. Das sei eine Möglichkeit für nachhaltiges Wachstum. Evans gilt als einer der schärfsten Befürworter einer weiter lockeren US-Geldpolitik.
Donnerstag, 9. Oktober 2014
Montag, 22. September 2014
GOLD
Gold looks like it could trade down to 1180 where if gold dips into
1180 and finds support at the pink and red trendlines, could trap
sellers at lows causing a short squeeze in a counter trend rally back
up to resistance. But if gold breaks all current possible support on a
weekly close with strong momo, the measured move of its current
consolidation period is close to the 61.8% fib from 2001 lows to 2011
highs. Notes on chart.
Ein großer Druck bis Freitag
Nach den Turbulenzen in der vergangenen Woche durch das schottische Unabhängigkeitsreferendum auf der einen und der US-Notenbankentscheidung auf der anderen Seite steht diese Woche unter völlig anderen Zeichen. Dies wird für diejenigen wichtig sein, die auf der Suche nach einer angemessenen Strategie sind. Man erwartet für diese Woche, dass sich ein großer Druck bis Freitag, wenn die Veröffentlichung des US-Bruttoinlandproduktes sowie der Verbraucherstimmung stattfindet, aufbauen wird. Bis dahin werden Zahlen und Daten veröffentlicht, die Aufschluss darüber geben, wie gut es dem weltweit größten Wirtschaftssystem geht. Dementsprechend wird jedes, in Dollar angegebene Kapital und Investment, angefangen bei der Wall Street, US-Indizes, FX-Paaren bis hin zu Rohstoffen, beeinflusst werden. Falls sich durch die Daten aus den USA ein optimistisches Wachstumsbild abzeichnet, d.h. ein zuversichtlicher Verbraucher, ein stabiler Immobilienmarkt usw. würde das Folgendes bedeuten: Die Wall Street könnte voller Zuversicht den S&P 500, den Dow Jones, den NASDAQ und den Dollar höher schieben und vielleicht sogar mehr Gold verkaufen (was dazu neigt, von einem schwachen Dollar zu profitieren). Sollte sich durch die Datenveröffentlichungen während der Woche eher ein zerbrechliches schwaches Bild abzeichnen, könnte der Dollar an Höhe verlieren, US-Aktien niedriger verzeichnet werden und der Wert des Goldes stark ansteigen. Um welche Daten und wirtschaftlichen Ereignisse handelt es sich hierbei jedoch?
Es beginnt mit dem Wohnungsmarkt und den Immobilien
Wenn man sich erinnert, dass der US-Immobilienmarkt die gesamte Wirtschaftskrise entfachte, dann versteht man die hohe Bedeutung und Wichtigkeit dieser Daten. Der US-Immobilienmarkt, einer der wichtigsten Bereiche der US-Wirtschaft und noch viel wichtiger, das Schlüsselbarometer für die wirtschaftliche Stimmung, ist bereit, drei große Datensätze zu veröffentlichen. Beim Ersten, dem vielleicht bedeutendsten, handelt es sich um die Verkäufe bestehender Immobilien. Diese Daten sind wichtig, denn wenn die Verkäufe vorhandener Immobilien steil ansteigen, dann entsteht die Nachfrage nach dem Bau neuer Immobilien. Dadurch würden sich die Räder der Wirtschaft schneller drehen. Die im Juli veröffentlichte Zahl der Verkäufe bestehender Immobilien stieg auf 2,4 % (Vormonatsvergleich) an, ähnlich wie im Juni. Folglich streben Investoren eine Beschleunigung bzw. einen Anstieg an. Ein Wert, der über 2,8 % liegt, würde Investoren glücklich machen und den Optimismus bezüglich des US-Immobilienmarktes erhöhen. Bei den nächsten Daten handelt es sich um die Verkäufe neuer Immobilien in den USA, die im Juli auf einen Wert von -2,4 % (Vormonatsvergleich) fielen. Für den August möchten Investoren ein Verkaufswachstum sehen, damit sie das Gefühl bekommen, dass der Markt auf einem besseren Fundament steht. Und schließlich kommen die Immobilienpreise. Ein Aufschwung der Immobilienpreise, der im Grunde genommen ein Nebeneffekt der beiden anderen ist, ist ein Muss für die Erholung des Immobilienmarktes. Es wäre positiv, wenn die Preise um mehr als 1 % steigen. Ein Anstieg von mehr als 2 % (was schneller als die Inflation ist) würde auf eine wirkliche Erholung des Immobilienmarktes hinweisen.
Gebrauchsgüter, Verbraucherstimmung und Bruttoinlandsprodukt
Gebrauchsgüter, dessen Index Grundbestandteile wie z.B. Automobilkäufe, Baumaterialien wie Steine, Mobiltelefone usw. beinhaltet, sind ein guter vertrauensvoller Indikator. Ein Wachstum von 3 bis 4 % wäre positiv. Der Reuters-Michigan-Index wird die Verbraucherstimmung widerspiegeln mehr als die lang erwartete abschließende Veröffentlichung des US-Bruttoinlandsproduktes für das 2. Quartal. Wenn sich das Bruttoinlandsprodukt wieder verbessert und höher als 4,2 % liegt, dann wird die optimistische Stimmung in den USA weiter angetrieben. Sollten andere Daten und Zahlen ebenfalls überzeugend gut ausfallen, dann wird die Woche positiv für die USA abschließen und die Märkte werden dementsprechend handeln.
Zur Sache
Hauptsächlich werden die Datensätze zwei Elemente reflektieren, das US-Wachstum im 2. Quartal (wiedergegeben durch den Wert des Bruttoinlandsproduktes) und die Entwicklung im 3. Quartal (wiedergegeben durch alle anderen Zahlen, die die 3. Quartalsergebnisse beinhalten). Wenn Investoren die Schlussfolgerung ziehen, dass sich die US-Wirtschaft weiterhin mit Vollgas erholt, dann könnte das einen höheren Dollar gegenüber seinen Kollegen, höhere Wall-Street-Indizes und einen niedrigeren Goldwert bedeuten. Alles andere sowie alle Kapitalinvestments, die von einer positiven US-Stimmung profitieren, könnten Gewinnmitnahmen ausgesetzt sein.
Was serviert man uns auf dem Tablett?
Verkäufe bestehender Immobilien (Montag) – Ein Wert über 2,8 % wird positiv stimmen.
USA Immobilienpreisindex (Dienstag) – Ein Preisanstieg über 1 % würde sich positiv auf die Wall Street und den Dollar auswirken.
Deutschland IFO Geschäftsklima (Mittwoch) – Wenn sich der Wert der 110 nähert, dann wäre das für europäische Indizes, besonders für den DAX, von Vorteil.
USA Verkäufe neuer Immobilien (Mittwoch) – Alles über 0 – 1 % könnte positiv sein.
USA Gebrauchsgüter-Bestellungen (Donnerstag) – Ein Wachstum zwischen 3 – 4 % wäre von Vorteil und würde positiv stimmen.
USA Bruttoinlandsprodukt annualisiert (Freitag) – Wenn sich der Wert der letzten Veröffentlichung auf über 4,2 % verbessert, dann wird sich das sehr positiv auf den Dollar und die Wall Street auswirken, hingegen das Gold negativ beeinflusst wird.
Reuters/Michigan Verbraucherstimmung (Freitag) – Wenn der Index näher an die 90 rückt, dann wäre dies von Vorteil und würde die positive Aussicht für die US-Wirtschaft verstärken, vorausgesetzt alle weiteren Daten sind ebenfalls positiv.
Mittwoch, 17. September 2014
FED-Sitzung heute !!!
Szenario 1:
Die FED reduziert ihre Anleiheaufkäufe wie erwartet um 10 Mrd. USD auf 15 Mrd. USD, verweist in PK auf robustes Wachstum, besonders am Arbeitsmarkt, bringt eventuell erste Zinsanhebung in Q1, spätestens Q2 2015 ins Spiel (Wahrscheinlichkeit: 60%)
Hawkish, dürfte aber beim Lauf der letzten Wochen im USD eingepreist sein, Tendenz: „Buy the rumors, sell the facts“
EUR/USD kurz bearish, aber nicht unter 1,2860, dann Run Richtung 1,3100, besonders, wenn morgen TLTROs gut nachgefragt werden
GBP/USD kurz bearish unter 1,62, bei „Nein“ zu Schottland-Referendum morgen Bull Run zu erwarten bullish, deutlich zurück über 1,63er Marke
USD/JPY kurz bullish, nicht über 107,50, dann Korrektur Richtung 105,50, dort Long
DAX insgesamt eher bearish und Break der 9.600, hängt aber wesentlich ab von US-Indizes (SPX und Dow Jones), Tendenz eher Richtung „choppy“ zumindest bis zum Hexen-Sabbat am Freitag
Gold hat nach Abverkauf in letzten Wochen viel „Sell the rumors, buy the facts“-Potential was kurzzeitige Erholungs-Rallies, zunächst gecapped um 1.270
Szenario 2:
Die FED reduziert ihre Anleiheaufkäufe wie erwartet um 10 Mrd. USD auf 15 Mrd. USD, verweist in Presse-Konferenz aber auf weiter durchwachsenes Wachstum, besonders am Arbeitsmarkt, welches weiter akkomodativem, geldpolitischem Kurs bedarf, erste Zinsanhebung frühestens in Q2 2015 (Wahrscheinlichkeit: 40%)
Dovish, am wenigsten in Lauf der letzten Wochen im USD eingepreist sein, Tendenz: Mini-USD-Sell Off bis 10.710 / 730
EUR/USD bullish, Run Richtung 1,3100, wenn morgen TLTROs gut nachgefragt kann es sogar Richtung 1,3300 gehen
GBP/USD Strong bullish, besonders bei „Nein“ zu Schottland-Referendum morgen, Run Richtung 1,6450 zunächst
USD/JPY bearish, Korrektur Richtung 105,50, sogar Ausdehnung in Richtung 104,10/30 denkbar
DAX insgesamt ebenfalls eher bearish trotz „mehr“ an Liquidität, Grund: durchwachsener Wirtschaftsausblick, Nachhaltigkeit der Rallye wird in Frage gestellt, auch hier 9.600 im Fokus
Gold hat nach Abverkauf vor Hintergrund einer solchen „Dovishness“ am meisten Rebound-Potential, erste Ziele 1.275 / 280
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